DESY Deutsches Elektronensynchrotron Hamburg

Bericht von Erich Cogiel

Wir besuchten das Forschungszentrum „DESY“ (Deutsches Elektronen-Synchrotron in der Helmholtz-Forschungsgemeinschaft).

In einem Vortrag von Herrn F. Christie wurden wir über das Forschungszentrum „DESY“ und deren Forschungsanlagen umfassend informiert.

Das „DESY“ hat drei Forschungsschwerpunkte:

  1. Entwicklung, Bau und Betrieb von Teilchenbeschleunigern
  2. Teilchenphysik
  3. Forschung mit Photonen

Im Jahre 2017 beliefen sich die Gesamtausgaben auf 230 Mill. €, wobei 90% vom Bund getragen werden. Die restlichen 10% werden vom Land Hamburg übernommen. Zusätzlich wurden 2017 für Investitionen 1,4 Mrd. € bewilligt.

Mit 2350 Mitarbeitern (davon ca. 530 festangestellten Professoren, Doktoren) ist schon ein großer Arbeitgeber in Hamburg. Ausbildung wird dort sehr gefördert. Etwa 3000 Gastwissenschaftler aus 45 Nationen sind dort im Jahr tätig.

DESY

Im Jahre 1960 wurde der erste Teilchenbeschleuniger als Ringbeschleuniger gebaut. Bereits 1964 konnten Elektronen auf 7,4GeV (Gigaelektronenvolt = 109 eV) beschleunigt werden.

Damit konnte die Forschungsarbeit an Elementarteilchen erfolgen.

DORIS

Doris ist ein Doppelringspeicher und hat einen Umfang von knapp 300 m.

Es wurden Kollisionsexperimente zwischen Elektronen und Anti-Teilchen durchgeführt. Die Energie der Strahlen betrug 5 GeV.

Die Anlage wurde 2013 abgeschaltet.

PETRA

Petra ist eine Position-Elektron-Tandem-Ring-Anlage und ist 2,3 km lang. Nach dem Umbau in PETRA II und dem Umbau in PETRA III wurde PETRA III mit einer energiestarken, sehr stark gebündelten Lichtquelle ausgestattet.

Die brillanten Röntgenstrahlen von PETRA III sind bis zu 5000-mal feiner als ein menschliches Haar. Damit lassen sich extrem kleine Proben untersuchen; winzige Kristalle aus Eiweißen ebenso wie Nanokristalle für die Computer-Festplatten der Zukunft.

Weitere Beschleuniger, wie LINAC, PIA, HERA, HASYLAB, FLASH, XFEL, ZEUS, werden dort zur Forschung eingesetzt.

Viele Forschungsvorhaben insbesondere im medizinischem Bereich können damit in Angriff genommen werden, bzw. realisiert werden.

Nach dieser Präsentation konnten wir DORIS und PETRA besichtigen. Vor Ort wurden viele Details gezeigt werden. Insgesamt eine sehr umfangreiche und informative Besichtigung. Wir danken allen Beteiligten für den sehr informativen Tag. Insbesondere Herrn F. Christie und seinem Mitarbeiter für Vortrag und Führungen.